Schwarzer Tee Wie entstand Schwarzer Tee? Man weiß, dass die Geschichte des Tees vor etwa 5000 Jahren in China begann und zwar mit Grünem Tee. Wann und wie der Grüne Tee dann auch schwarz, also fermentiert wurde, weiß man interessanterweise nicht so genau.
Es ist nur bekannt, dass es Schwarzen Tee um 780 v. Chr. noch nicht gab, jedenfalls nirgends erwähnt. Man nimmt nun an, dass in China, wo man immer auf der Suche nach Verfeinerungen und neuen Geschmacksrichtungen war, Grüner Tee fermentiert und so Schwarzer Tee hergestellt wurde. Aber er blieb unbedeutend und wurde erst in Indien wiederentdeckt und gepflegt.
Heute gibt es auch bei Schwarzem Tee unendlich viele Qualitäten und Geschmacks-richtungen. Die Art der Herstellung, die Erntezeit und die Blattform geben dem Tee seinen Geschmack; Boden und Klima prägen seinen Charakter. Erlesene Tees entstehen da, wo besondere klimatische Bedingungen und hochentwickelte Anbau- und Herstellungsmethoden zusammen kommen.
So gibt es nur wenige Länder auf der Erde, die diese Kriterien für Schwarzen Tee erfüllen: Indien mit Assam und Darjeeling, Sri Lanka, China mit Taiwan, Japan und Kenia.
Assam:
Im Nordosten Indiens, im Bundesstaat Assam fließt der mächtige Brahmaputra. Die Teeplantagen zu beiden Seiten des Flusses bilden in 300 - 800 m Höhe das größte zusammenhängende Teeanbaugebiet der Welt. Im feucht heißen, tropischen Klima erntet man von fruchtbaren Urwaldböden einen kräftigen, würzigen Tee. Die besten Assam-Qualitäten werden als First Flush Ende April bis Anfang Mai oder Second Flush von Mitte Mai bis Ende Juni geerntet. Assam schmeckt Teeliebhabern, die gerne kräftige, malzige, rassige Tees bevorzugen und sie vielleicht auch gern mit Kandis und Sahne genießen.
Darjeeling:
Darjeeling ist ein Luftkurort im Norden Indiens und gleichzeitig die Region, in der die kostbarsten Tees wachsen. Die Teegärten kleben förmlich an den Hängen des Himalaya - selbst noch in über 2000 m Höhe. Im ständigen Wechsel von trockener und feuchter Luft, von Kühle und intensiver Sonnenstrahlung, von aufsteigenden Nebeln und niedergehenden Monsunregen bildet sich das große Aroma und die blumige Eleganz der Darjeelings. Kenner schätzen besonders die milden, zart-blumigen First Flushs aus den allerersten Pflückungen von März bis April oder den hocharomatischen Second Flush.
Ceylon:
Der Inselstaat im Indischen Ozean nennt sich seit 1972 Sri Lanka, aber der Tee heißt immer noch "Ceylon" . Die Spitzentees wachsen im Hochland in 1000 bis über 2000 m Höhe. Ceylon-Tees haben ein etwas "stählernes" Aroma, das bis zu leicht citrusartig riecht. Die Tees sind nicht schwer und haben eine wunderbar rötliche Farbe.
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